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Ratgeber · aus 20+ laufenden Anlagen

Bitcoin-Mining mit PV-Überschuss: die ehrliche Rechnung.

In Foren liest du „lohnt nicht“, Anbieter versprechen das Gegenteil. Beide haben recht – je nachdem, wie gerechnet wird. Hier ist die Rechnung für Bitcoin-Mining mit PV-Überschuss, inklusive der Fälle, in denen du es lassen solltest.

Die Messlatte

Die einzige Vergleichsgröße, die zählt.

Ein Miner, der mit Überschuss läuft, kostet dich nicht 30 Cent je Kilowattstunde – er kostet dich die entgangene Einspeisevergütung.

Das sind rund 7,8 Cent in Deutschland, rund 6,8 Cent in Österreich – und in immer mehr Stunden exakt null. Wer stattdessen mit Netzstrom (je nach Tarif 22 bis 38 Cent) oder mit gespeichertem Strom rechnet, bekommt zwangsläufig ein Minus. Und wer das absichtlich tut, betreibt kein Überschuss-Mining, sondern teures Hobby-Mining.

Ob der Miner-Ertrag über dieser Messlatte liegt, hängt von Gerät, Hashpreis und deinem Überschussprofil ab. Deshalb steht hier keine Pauschalzahl, sondern ein Rechner: Der Simulator rechnet mit deiner Anlagengröße, deinem Verbrauch und aktuellen Netzwerkdaten.

Mit deinen Zahlen rechnen

Gegenprobe

Drei Fälle, in denen du es lassen solltest.

Eine Rechnung, die nur aufgeht, ist keine Rechnung.

01

Du hast kaum echten Überschuss.

Kleine Anlage, hoher Eigenverbrauch, Speicher schluckt den Rest: Dann fehlt schlicht die Energie, mit der ein Miner arbeiten könnte. Erst die Anlage prüfen, dann Hardware kaufen.

02

Du hast noch einen hohen Alt-Einspeisetarif.

Wer für eine Bestandsanlage noch deutlich zweistellige Cent-Beträge bekommt, hat eine höhere Messlatte. Da musst du genauer rechnen, ob und ab welchem Anteil sich ein Miner überhaupt lohnt.

03

Du erwartest eine fixe Euro-Rendite.

Der Ertrag schwankt mit Netzwerk-Difficulty und Hashpreis. Überschuss-Mining ist eine Verwendung für Strom, der sonst nur gering vergütet das Haus verlässt – aber kein Sparbuch. Wer Planbarkeit auf den Cent braucht, ist beim Speicher besser aufgehoben.

Live-Energiefluss aus einer laufenden Anlage

Feldbeleg

Aus der Praxis, nicht vom Reißbrett.

So laufen heute 20+ Anlagen mit über 85 Minern und mehr als 550 kWp PV-Leistung mit der MINEOMATBOX – vom Eigenheim mit einem Gerät bis zur Gewerbeanlage. Die großen Anlagen sind der Härtetest – zuhause läuft es damit erst recht.

Die Steuerung liest den Überschuss am Wechselrichter mit und führt die Miner stufenweise nach – und sie stoppt, wenn der Haushalt den Strom braucht oder der Börsenpreis über deine Schwelle steigt.

20+Anlagen in Betrieb
85+Miner gesteuert
80+Marken und Systeme

Einordnung

Letzte Stufe, nicht erste.

Wir empfehlen Mining nie als Ersatz für Speicher, Warmwasser oder E-Auto, sondern als letzte Stufe der Kaskade – für den Überschuss, den sonst niemand aufnimmt. Welcher Baustein davor kommt und wo jeder an seine Grenze stößt, zeigt der Vergleich PV-Überschuss sinnvoll nutzen.

Und eine Selbstverständlichkeit, die trotzdem gesagt gehört: Überschuss wird nicht automatisch Bitcoin. Welche Schwellen gelten, ab wann pausiert wird und in welcher Reihenfolge deine Geräte zugeschaltet werden, entscheidest du. Die Box setzt es um.

Häufige Fragen

Was PV-Besitzer zuerst fragen.

Lohnt sich das auch ohne eigenen Miner-Bestand?

Ja – du brauchst genau einen Miner für den Start. Wichtig ist die Steuerung: Ohne sie läuft der Miner auch mit Netzstrom, und dann kippt die Rechnung. Mit Überschuss-Steuerung läuft er nur, wenn deine Anlage mehr produziert, als das Haus braucht.

Wie laut ist das? Kann ich das im Haus betreiben?

Kommt aufs Gerät an. Ein Avalon Q arbeitet ab etwa 45 dB und ist wohnraumtauglich; ein Antminer S19k Pro gehört eher in Keller, Garage oder Technikraum. Die Abwärme kannst du nutzen – ehrlicherweise vor allem in der Übergangszeit, wenn PV-Ertrag und Heizbedarf sich überschneiden. Im Hochwinter gibt es schlicht wenig Überschuss.

Was passiert bei Wolken oder am Abend?

Die Steuerung drosselt den Miner stufenweise oder stoppt ihn ganz – moderne Geräte kommen im Standby auf rund 15 Watt. So fließt kein teurer Netzstrom in den Miner, nur um ihn am Laufen zu halten. Es sei denn, du willst es anders: Bei sehr niedrigen oder negativen Börsenpreisen kannst du der Box erlauben, weiterzumachen – deine Einstellung, kein Automatismus.

Muss ich an steigende Bitcoin-Kurse glauben?

Nein – und darauf bauen wir auch keine Rechnung. Der Vergleich lautet: Was hätte die Kilowattstunde beim Einspeisen gebracht (6,8–7,8 Cent), was bringt sie im Miner? Was du mit dem Ertrag machst – halten, tauschen, sofort verkaufen – ist deine Entscheidung.

Ist das dasselbe wie eine Bitcoin-Heizung (Bitcoin-Ofen)?

Verwandt, aber andersherum gerechnet: Eine Bitcoin-Heizung läuft in der Heizsaison meist mit Netzstrom und rechnet sich gegen eingesparte Heizkosten – die Wärme ist das Produkt, der Mining-Ertrag der Rabatt. Überschuss-Mining läuft in der Sonnensaison mit Strom, der sonst zur niedrigen Einspeisevergütung ins Netz ginge. Für PV-Besitzer ist der eigene Überschuss der logische Startpunkt; beides kann sich ergänzen.

Braucht der Lotto-Modus zusätzliche Hardware?

Der Lotto-Modus ist einer von zwei Mining-Modi der Box: Ein kleiner Miner sucht allein nach ganzen Blöcken, statt im Pool anteilig mitzuverdienen. Ja, dafür braucht es eine schaltbare Steckdose, etwa einen Shelly Plug. Ein Bitaxe lässt sich ohne Steckdose nur beobachten, nicht schalten. Ein Nano 3S kennt drei Leistungsstufen per API, ganz auf null geht er aber ebenfalls nur über die Steckdose – ohne Plug bleibt er im Eco-Betrieb bei rund 61 Watt.

Wie sieht es steuerlich aus?

Das hängt von Land und persönlicher Situation ab (Privatperson oder Gewerbe, AT oder DE). Sprich dafür bitte mit deiner Steuerberatung – pauschale Aussagen wären unseriös.

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Die Steuerung dazu

Die Box, die diese Rechnung umsetzt.

Sie lässt deine Miner nur mit echtem Überschuss arbeiten – nach den Schwellen und der Reihenfolge, die du gesetzt hast. Sie läuft auf Home Assistant, lokal im Haus, ohne Cloud und ohne Abo: einmal zahlen, keine laufenden Kosten – und deine Daten bleiben bei dir.

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